Der Chef der deutsche Marine, Jan Christian Kaack, warnt vor zunehmenden Spannungen mit Russland in der Ostsee. „Die Ostsee ist keine Nato-Sicherheitszone und wird es nie sein, solange Russland Kaliningrad und St. Petersburg hat“, erklärte er gegenüber der britischen Zeitung „Times“. Aggressive Manöver russischer Kriegsschiffe und Kampfjets sowie Sabotageaktionen an Marineanlagen machen dem Marine-Chef Sorgen „Die Gefahr einer Eskalation ist hoch, vor allem auf See“, so Kaack weiter.
Deutschlands oberster Admiral: Sabotage durch Russland möglich
Besonders die sogenannte „Schattenflotte“, bestehend aus über 1000 älteren Schiffen, stellt eine ernste Bedrohung dar. Diese Schiffe werden vom Kreml genutzt, um Sanktionen zu umgehen und gezielte Schäden an Unterwasserinfrastruktur wie Kabeln und Pipelines zu verursachen. Laut Kaack könnte Russland einige dieser Schiffe, die unter anderer Flagge unterwegs sind, künftig bewaffnen: „Das würde unser Risiko erheblich erhöhen.“
Deutsche Stellen untersuchen zudem die Beschädigung von Unterwasserinfrastruktur, die laut Kaack kaum durch Zufall passiert sein kann: „Das Geräusch, wenn ein Anker über ein Kabel schabt, ist unverkennbar, wie ein Panzer auf Kopfsteinpflaster.“
